Sanitär, Heizung und Elektrisch, Teil 1

Da das Haus über lange Zeit nicht bewohnt war und zuvor in sehr bescheidenen Verhältnissen darin gelebt wurde, müssen sämtliche technischen Installationen erneuert werden. Das betrifft die sanitären Einrichtungen, die Heizung und das Elektrisch. Die Zuleitungen zum Haus sowie die Kanalisation haben wir bereits vorgängig komplett erneuert und nun geht es um die Verteilung im Gebäude.

Im ersten Teil zum Thema Sanitär, Heizung und Elektrisch wird primär auf die Verlegung der Leitungen im Gebäude eingegangen. Die Installationen im Technikraum und die Endmontage werden später in separaten Beiträgen behandelt.

Bei der Planung wurde auf eine übereinanderliegende Anordnung der Bäder und Küchen geachtet. So konnten die Fallstränge (Kanalisation) möglichst gerade nach unten geführt werden. Durch einen geraden Verlauf der Fallstränge wird einer Geräuschbildung durch das ablaufende Abwasser vorgebeugt.
Durch die übereinanderliegende Anordnung konnten sodann auch die Steigleitungen kompakt durchs Gebäude geführt werden. Über die Steigzonen werden zum einen die Wasserleitungen, zum anderen aber auch Elektrorohre und Heizungsleitungen in die einzelnen Wohnungen geführt.

Die Sanitär- und Heizungsarbeiten werden von der Firma „Theo Michel GmbH“ aus Dottikon ausgeführt – ein kleines Unternehmen mit sympathischen und fachkundigen Mitarbeitern. Gerade im Bereich Sanitär und Heizung ist es bei Altbauten wichtig, auf Fachkräfte zählen zu können, die über Erfahrungen mit Arbeiten in Umbauten verfügen. Eine gewisse Flexibilität ist dabei unabdingbar. Mit der Theo Michel GmbH haben wir einen Partner gefunden, welcher diese Voraussetzungen optimal erfüllt.

Sanitär
Zum Bereich Sanitär gehört zunächst die Erschliessung der Bäder und Küchen mit Wasser und Abwasser (Kanalisation). Für die Abwasserleitungen wurden spezielle Silent-Rohre verwendet. Diese bestehen aus schwerem und dickem Kunststoff und haben dadurch eine schalldämmende Wirkung. Zudem wurden die Abwasserrohre zuerst mit einer etwas leichteren Dämmschicht komplett ummantelt und anschliessend wurden noch die Fallstränge mit einer dickeren Matte eingepackt. Auf diese Weise erreichen wir insgesamt einen idealen Schallschutz bei den Abwasserleitungen, die sonst störende Geräusche erzeugen würden.
Die Wasserleitungen wurden über die Steigleitungen verlegt und jeweils in den Stockwerken verteilt. Zudem wurde eine Zirkulationsleitung verlegt. Diese sorgt dafür, dass in den oberen Stockwerken nicht lange auf Warmwasser gewartet werden muss.
Da das Wasser in Wohlen sehr kalkhaltig ist, wird später im Technikraum eine Enthärtungsanlage eingebaut. Die vorgesehene Anlage wandelt den Kalk von Nano- zu Mikropartikeln um und verhindert so das Anhaften von Kalk. Die Anlage funktioniert also ohne Beimischung von Salzen oder Chemikalien, sodass das Wasser unbedenklich auch zum Kochen und Trinken verwendet werden kann.

Heizung
Die Heizungsleitungen werden wie das Wasser über die dafür vorgesehenen Steigzonen in die einzelnen Stockwerke verlegt. Für jede Wohnung gibt es einen Heizungsverteilerkasten, in dem sämtliche Vor- und Rückläufe der einzelnen Heizkreise angeschlossen werden. Es werden also Vor- und Rücklauf vom Technikraum auf die Heizungsverteiler verlegt und von dort her erfolgt dann die Feinverteilung in den Stockwerken.

Zum Tragen kommen unterschiedliche Heizvarianten:
Das Dachgeschoss wird komplett mit einer Bodenheizung beheizt. Das Erdgeschoss sowie das Obergeschoss werden teils mit Bodenheizung und teils mit Radiatoren beheizt. Die Küche im Erdgeschoss erhält eine Deckenheizung.

Da die Boden- und Deckenheizung eine andere Vorlauftemperatur als ein Radiator benötigen, werden je zwei Leitungen vom Technikraum in die Wohnungen verlegt. Die Vorlauftemperaturen können dann zentral gesteuert werden.

Elektrisch
Auch für das Elektrisch gibt es Unterverteiler in den Wohnungen. Vom Technikraum her werden die einzelnen Unterverteiler mit den nötigen Leitungen versorgt. Über Abzweigdosen und Direktanschlüsse wird sodann die Feinverteilung vorgenommen. Die einzelnen Abnehmer werden mit Installationsrohren über Abzweigdosen oder direkt über den Verteiler erschlossen.
Die Unterverteiler verfügen über ein Multimedia-Abteil. Hier kann später das Modem fürs Internet direkt installiert und über speziell dafür vorgesehene Dosen in den Räumen empfangen werden.

 

Sämtliche bis jetzt ausgeführten Arbeiten setzten eine saubere Planung voraus. Zudem mussten die Arbeiten Hand in Hand mit dem Trockenbau (Holzkonstruktion) erfolgen. Zuerst mussten die Raumeinteilungen durch die Holzkonstruktion ersichtlich sein, erst dann konnten die Leitungen eingemessen und montiert werden. Nachdem die Leitungen montiert waren, konnte der Trockenbau fertiggestellt werden.

One Comment

  • Hallo Simon
    Unwahrscheinlich die vielen Leitungen. Da saunt der Laie! Aber ich bin froh, dass das Haus in kalten Wintertagaen jetzt
    geheizt werden kann. Das erleichtert die Arbeit um und im Haus. Im Winter etwas Wärme tut immer gut.
    Liebe Grüsse Monika

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